2011 fanden sich einige Bürger, vor allem zunächst aus Bierstadt zusammen, da sie mit die Situation um die Airbase unzufrieden war. Vor allem die Verlärmung der Gegend, in der 60 000 Anwohner leben wollte sie nicht länger hinnehmen. 

Für uns der Anlass einmal zurück zu schauen, das ehrenamtliche Engagement zu würdigen und die Ergebnisse zusammen zu tragen. Neue Themen entstehen aktuell und wir wollen uns auch hier engagieren: „Ostfeld“ und Erweiterung des Airfield incl. Neustationierung von 10-14 Hubschraubern.

Hier der Link zu unserm Rundschreiben im Frühjahr:  Link

Auch wenn das Problem des Lärms durch die Tatsache, das so nah an einer Kurstadt ein Flughafen betrieben und ausgebaut wird, weiterhin besteht, sind die Beschwerden, wie in den letzten Jahren, weiter zurückgegangen. Das heißt nicht, das wir die Hände in den Schoß legen sollten, da viele Fragen weiterhin nicht geklärt sind. So ist weiter zu beobachten, wie sich der verstärkte Verkehr über die Instrumentananflugroute über Biebrich-Nord auswirkt, nachdem die von Süden über das Ostfeld führende Sichtflugroute eingestellt wurde. Immerhin baute InfraServ sieben Jahren nach unserer Überprüfung der Sicherheitskonzepte, ein Hochsicherheitslager für Gefahrstoffe - allerdings im Bereich der An-und Abflugroute...

Unklar ist weiterhin, ob und wann weitere Fluggeräte, wie im Herbst 2020 in einem Schreiben an die hessische Landesregierung angekündigt, kommen werden. Vor allem ist dann zu erwarten, das die in der Matriskstudie von 2013 angesprochene Risikoschwelle, die im Moment gerade nicht erreicht wird, überschritten wird. Natürlich sind auch alle Fragen rund um die mögliche Ansiedlung von mehr als zehntausend Menschen im Bereich des Ostfeldes und deren Belastung und Gefährdung durch den Flugbetrieb bislang ungeklärt. Das von der Stadt beauftragte Gutachten soll aufgrund der "technischen Anleitung Lärm“ die Belastungen mathematisch ermitteln. Von neuen, qualitiativ besseren Messungen, als 2013 ist uns nichts bekannt und die notwendigen Daten liegen dem Umweltamt nach Aussage von dessen Leiter, Herrn Kowol, noch nicht vor. Neben dem Lärm ist natürlich die Sicherheit der Anwohner zentral und nachdem die Planung der SEG zu Beginn der Planung noch eine Bebauung unter der Anflugroute vorsah (!), erscheint es dringend geboten weiterhin ein Auge auf die Pläne der Stadt zu haben.


Positiv bleibt der Eindruck, das nach 10 Jahren unserer Beteiligung der amerikanischen Seite bewußt ist, das sie sich aktiv um die möglichen Minderungsmaßnahmen weiter kümmert. So werden auch Anflüge von entfernten Flughäfen auf diesen NATO-Flughafen möglichst zusammengefaßt, sodass z.B, an einem Samstag nicht fünf verschiedene Lärmereignisse stattfinden, sondern fünf Hubschrauber gleichzeitig einfliegen.

Das mag Manchen als kleine Maßnahme vorkommen, doch erinnern wir uns an die Zeit vor zehn Jahren, als es keinen Kontakt zur Airbase gab und die Piloten flogen wann sie wollten.


Selbst wenn im Moment keine akuten, massiven Probleme vorliegen, werden wir die Entwicklung  weiterhin aktiv begleiten und hoffen für die Zeit nach Corona wieder darauf einmal persönlich zusammen kommen zu können. Falls Sie in der Zwischenzeit Fragen und Anregungen haben, lassen Sie uns das wissen. So es möglich ist, werden wir uns auch weiter darum kümmern.


Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein gesundes neues Jahr


Bernd Wulf

Sprecher von BiLGUS

9 Jahre BiLGUS - 10 Jahre Bürger-Aktionen rund um die Airbase

Fluglärmkommission tagte am 22.11.21

Wie jedes Jahr tagte wieder die Flugkärmkommision, diesmal live auf dem Airfield. Es gab wenig Neues zu berichten - hier nun das Protokoll der Veranstaltung:

Link

3/2021 10-14 neue Hubschrauber auf dem Airfield - Erhöhung der Flugbewegungen über Biebrich 

Zur Lärmschutzkommission formulierten wir wieder die Fragen von Bürgern an die Leitung der Airbase, besonders ob mehr Fluggeräte mit der Verlagerung des Afrika-Kommandos zu erwarten sind. Die Antwort war, dass es dazu noch keine Informationen gebe!

Nun müssen wir feststellen, dass die Erhöhung der Zahl der Fluggeräte bereits im September 2020 der Landesregierung gemeldet wurde. Wußte also die Leitung des Flughafens nicht mehr, was sie drei Monate zuvor schriftlich mitgeteilt hat, das eine Aufstockung der Hubschrauber um 10-14 Exemplare stattfinden soll. Was sind die Gründe, das die Vertreter der Anrainergemeinden und Ortsbeiräte das nicht wissen sollten?

Darüber hinaus kolportieren Stadt und SEG im Zusammenhang mit der Planung für das Ostfeld, dass sie wieder um die Verlegung der Sichtflugroute, die direkt über das geplante Siedlungsgebiet führt, verhandeln (Wiesbadener Kurier am 2.3.21). Merkwürdig, dass die Amerikaner im Dezember bereits die Aufgabe der Route verkündeten - was muß da verhandelt werden? 

Offensichtlich werden darüber hinaus den Bedenken, die im Antrag an die Regionalversammlung (Link - ab Seite 105) in Bezug auf zukünftige Lärmbelastungen und Schutzregelungen von anderen Behörden geäußert werden, wenig Beachtung geschenkt. Mit dem Lärmgutachten zum Ostfeld wurde wieder die gleiche Firma beauftragt, die bereits zum „Hainweg“ dubiose Stellungnahmen verfasste: Messungen bei Nord/Nord-Ostwind - „Fluglärm ist nicht wahrzunehmen“ (Zur Erinnerung: Link). Es macht den Anschein als wolle die Stadt ihre Pläne  auch hier um jeden Preis durchsetzen.

Wir haben dazu eine Presseerklärung veröffentlich: Link


Links zur aktuellen Berichterstattung:

Frankfurter Rundschau vom 4.3.21: Link

FAZ vom 27.02.2021: Link

Wiesbadener Kurier vom 26.11.2020: Link


Erste Reaktionen auf die Presseerklärung:

Der Wiesbadener Kurier titelt: „Fluglärm am Himmel über Wiesbaden - US-Armee will Hubschrauberstaffel aufstocken / Konsequenzen für Bebauungsgebiet Ostfeld“ (8.3.21)

Der Flugkapitän a.D. und Sachkundige für Fluglärm und Richtlinien für Hindernisfreiheit im Luftverkehr Herr Dirting veröffentlicht einen Brief, in dem er nach den Beweggründen fragt, die sowohl die Stadt, als auch die Verantwortlichen des Flughafens dazu bewegen rechtliche Vorgaben und Vorschriften sowohl als Deutschland, als auch aus den USA zu ignorieren und damit den Flugbetrieb einzuschränken. „Es bleibt mir ein Rätsel wie tatenlos die Träger öffentlicher Belange und die Kommandantur der Air Base ihre Interessen vertreten.“

Er fragt: „Warum wird von fast allen Beteiligten die Gesetzeslage ignoriert und nicht angewendet?

Warum verweigert man sich sehendes Auges und geschlossener Ohren einem Verfahren, welches in Rechtssicherheit auch die Interessen der US Army wahrnimmt?“

Wir veröffentlichen an dieser Stelle seinen Brief, der in englischer und deutscher Sprache vorliegt: Link

5.11.2019 Flugkapitän a.D. und Sachkundiger für Fluglärm und Richtlinien für Hindernisfreiheit im Luftverkehr verfasst offenen Brief 

05.09.2019 Wiesbadener Kurier titelt: „SEG: Militärflugplatz Erbenheim keine Gefahr für Ostfeld-Pläne“

In diesem Artikel behauptet Herr Stöcklin, dass die SEG den Amerikanern „entgegengekommen“ sei, in dem sie die Planung einer Bebauung unter der Instrumentenfluglinie gestrichen habe und umschreibt damit beschönigend die Tatsache, dass sie dort nie hätte bauen dürfen, da ansonsten der Flughafen lahmgelegt worden wäre. Darüber hinaus sei eine Verlegung der  Sichtfluglinien, die direkt über zukünftiges Siedlungsgebiet führen (siehe Darstellung weiter unten), möglich und wenn nicht, sei es kein Problem. Das ist insofern interessant, als damit Absturzrisiken geleugnet werden und die SEG weiß, dass für eventuelle Schäden nicht sie und nicht die Amerikaner, sondern die Allgemeinheit, das heißt wir Bürger aufkommen werden!

Ebenso wird ein von amerikanischer Seite gefordertes Lärmgutachten als unnötig bezeichnet, weil Herr Stöcklin wieder Bezug auf das fehlerhafte Gutachten zum Bodenlärm im Zusammenhang mit dem Baugebiet „Hainweg“ nimmt. Da BiLGUS solche Behauptungen nicht unwidersprochen stehen lassen will, haben wir heute folgende Presseerklärung veröffentlicht: Presseerklärung vom 5.9.19

13.8.2019 Antrag an das hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr Energie und Wohnen zur Ausweisung von Lärmschutzzonen, Schutzzonen nach der Störfallverordnung und Überprüfung der Fluglärmbelastung

Bilgus hat beim Ministerium einen Antrag auf Überprüfung der oben genannten Aspekte eingereicht, da die Frage der Anwendbarkeit des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm von der SEG und der Stadt bestritten wird. Wir möchten diesen Sachverhalt geklärt wissen. Nach dem Gesetz müssen bei stationierten Flugzeugen mit Strahltriebwerken, bzw. „militärische Flugplätze, die dem Betrieb von Flugzeugen mit Strahltriebwerken zu dienen bestimmt sind“, Lärmschutzzonen ausgewiesen werden. Darüber hinaus soll alle 10 Jahre eine Überprüfung der Lärmbelastung erfolgen, was nach unserem Wissensstand bisher nicht geschehen ist.

Das gesamte Anschreiben können Sie hier ansehen: Link


Update am 1012.2021:

Bis zum heutigen Tag gab es keinerlei Reaktion des Ministeriums auf unsere Anfrage!

8.8.2019 Neuere Entwicklungen zum Thema Ostfeld/Kalkofen

Nachdem die SEG ihren „Bericht über vorbereitende Untersuchungen zu einem städtebaulichen Entwicklungsbereich in Wiesbaden“ (Link) übergeben hat, übt Bilgus deutliche Kritik an der Planung und auch am Vorgehen der SEG. Der von uns mehrfach im Laufe des Jahres 2018 angesprochene Fakt, das über den gesamten Plaungsbereich Fluglinien des Flughafens Erbenheim führen, wurde aus unserer Sicht nicht ausreichend berücksichtigt, bzw. bagatellisiert ( … „dann werden die Fluglinien eben verlegt - da bin ich optimistisch“, so Projektleiter Mengden). Uns wurden zwei Stellungnahmen bundesdeutscher Behörden zugespielt (…) Weiterlesen

Nach den Pressemeldungen des gestrigen Tages 7.8.19) wird der Stadtplanungsdezernent Herr Kessler alle Stellungnahmen im Netz öffentlich machen. Wir werden dies an dieser Stelle auch tun: 


Stellungnahme der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA): Link

Stellungnahme des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr: Link 

Zusammenfassung für die Abgeordneten des Stadtparlaments der oben genannten Schreiben: Link

8.8.2019 Bilgus veröffentlicht die Schreiben der BIMA und der Infrastruktur Bundeswehr

Juni 2019: Zusätzliches Gefahrstofflager bei InfraServ in Wi-Biebrich geplant - BiLGUS einziger Einwender im Verfahren

Das Industriegebiet InfraServ mit Betrieben nach der Störfall-Verordnung plant derzeit ein weiteres Gefahrstofflager  für 2.640t Risikomaterial zusätzlich zum bestehenden Lager mit 2.000t.

Das Industriegebiet wird auf der Instrumentenflugroute IFR von Militärflugzeugen und -helikoptern von/nach Wi-Erbenheim überflogen, die Wohnbebauung beginnt direkt neben der Industrie. BiLGUS bezweifelt nicht die grundsätzlich Bauweise des neuen Lagers, sondern bemängelt, dass InfraServ im Antrag das Vorhandensein der Gefahrenquelle der Überflüge leugnet (Antrag, Punkt 1.6.2). Wir fordern das dieses Faktum in der Planung Berücksichtigung und Würdigung findet.

Die Matrisk-Risikoanalyse der Stadt Wiesbaden in 11/2013 ergab bezüglich der Überflüge eine grenzwertige Gefährdungslage und forderte schon damals Untersuchungen zu "möglicher Maßnahmen zur Risikoreduktion" seitens des Betreibers.

BiLGUS hat deswegen eine Einwendung gegen diese Erweiterung vorgebracht, lesen Sie bitte hier weiter.

Der Wiesbadener Kurier berichtete am 11.06.2019 Link


Aktuell ist das Gefahrstofflager genehmigt und soll nach Prüfung der Bezirksregierung aktuellen SIcherheitsstandarts genügen.

Banner der Bürgerinitiative "Hände weg von OS/Ka"

BilGUS beteiligt sich an der Aktionsgemeinschaft „Hände weg von Os/KA

Nachdem die Stadt plant auf dem Gelände des Ostfeldes/Kalkofen einen neuen Stadtteil mit 12000 Einwohnern zu errichten, hat sich BiLGUS den Bürgerinitiativen gegen eine Bebauung angeschlossen. Aus unserer Sicht ist es nicht verständlich, wie direkt neben die genehmigte Instrumentenanfluglinie, dem Anflugbereich des Erbenheimer Flughafens und unter Sichtfluglinien  ein Stadtteil gebaut werden kann. Wir kämpfen seit Jahren für Minderung des Lärmes und müssen jetzt erleben, dass noch näher als bisher mit der Bebauung an den Flughafen herangerückt werden soll. Auch wenn Wohnraumbeschaffung ein wichtiges Thema der Kommunen ist, sollte doch nicht jeder beliebige Raum dafür herangezogen werden. Lärm macht krank und der Bereich des Ostfeldes ist ohnehin bereits durch Autobahnen, den Flughafen Frankfurt besonders belastet. 

Die weiteren Aspekte, die gegen eine Bebauung des Ostfeldes/Kalkofen sprechen finden Sie unter: https://os-ka.org


Argumente, die aus Sicht von BilGUS gegen eine Bebauung dieses Geländes sprechen finden Sie hier: Link

Allgemeine Informationen zum Flugbetrieb und zum Sommerflugprogramm 

finden Sie hier: Link

Unser Beschwerde-Blog

Die Beschwerden, die uns erreichen veröffentlichen wir regelmäßig in unserem Blog. Wenn Sie dies nicht wünschen, lassen Sie uns das wissen.  Die Adresse des Blogs lautet: https://bilgus.wordpress.com

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